Kammerchor Stockach e.V.

stilisiertes KirchenfensterKonzert in Melanchthon

Durufle - Requiem

Der Kammerchor Stockach unter Leitung von Sabine Schönberger führte am Sonntag, 21 März 2010 das "Requiem" von Maurice Duruflé in der katholischen Pfarrkirche St. Oswald, Stockach, auf.


Duruflé lässt die alten gregorianischen Melodien der Totenmesse auf geniale Weise mit in sein Werk einfließen und schreibt: "Das ... Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich den exakten Notentext übernommen, wobei die Orchesterpartie nur unterstützt oder kommentiert, an anderen Stellen diente er mir lediglich als Anregung... Im allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen."

Unter Leitung von Sabine Schönberger (2. von links) konzertierten Dieter Hubov, Orgel (links), Adriane Kienzler (Mezzosopran) und Maximilian Krummen (Bariton).

Adriane Kienzler

Adriane Kienzler erhielt ihren ersten Gesangsunterricht an der Jugendmusikschule Singen. Unter Melinda Liebermann war sie mehrmalige Bundespreisträgerin bei Jugend musiziert und erhielt im Jahre 2000 den Förderpreis der Stadt Singen. 2001 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim auf. Sie studierte bei Prof. Vera U.G. Scherr sowie bei Prof. Anna Maria Dur. Zusätzlich nahm sie an mehreren Seminaren und Meisterkursen bei Prof. Anna Maria Dur, Melinda Liebermann, Marie Paule-Hallardt u.a. teil.
Während ihres Studiums war sie als Mitglied des Kammerchors der Musikhochschule unter Leitung von Prof. Georg Grün in Konzerten und Wettbewerben im In- und Ausland tätig. Als Solistin war sie vor allem in Liederabenden sowie in Kirchenkonzerten zu hören. Nach ihrem Studium folgten mehrere Opernengagements.
So war sie in Dieter Schnebels MOMA am Nationaltheater Mannheim zu hören, ebenso an der KammerOper Mannheim als Donna Elvira in G. Gazzanigas Don Giovanni. Als Despina in W.A. Mozarts Cosi fan tutte gab sie ihr Debut an der Kammeroper Frakfurt.
Seit dem Sommer 06 arbeitet sie als Gesangspädagogin und freischaffende Konzertsängerin im Raum Konstanz und in der angrenzenden Schweiz.

Maximilian Krummen

Der junge Bariton (geb. 1989 in Fürth, aufgewachsen in Radolfzell) machte schon sehr früh erste musikalische Erfahrungen. Seit seinem neunten Lebensjahr spielt er Klarinette und war mehrfacher Preisträger bei Jugend musiziert in den Kategorien Klarinette Solo und Kammermusik.
Seinen ersten Gesangsunterricht bekam Maximilian Krummen mit 16 Jahren von Melinda Liebermann an der Jugendmusikschule Singen. Er war während seiner Gymnasialzeit Mitglied im Landesjugendchor Baden-Württemberg. Konzertreisen führten ihn ins In- und Ausland.
Im Jahre 2008 war es Bundespreisträger beim Wettbewerb Jugend musiziert in der Kategoerie Gesang Solo. Im Herbst desselben Jahres erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Singen. Seit Oktober 2008 studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei KS Dieter Schweikard.

Dieter Hubov

Dieter Hubov, geb. 1968 in Lugosch, (Banat/Rumänien) studierte Kirchenmusik A und Orgel (Konzert- und Solistendiplom) an den Hochschulen für Musik in Regensburg, Freiburg i. Br. , Luzern und Zürich, u. a. bei Klemens Schnorr, Monika Henking und Rudolf Scheidegger. Als Konzertorganist war er an internationalen Orgelzyklen und Festivals in verschiedenen Ländern Europas zu Gast.
Er ist Preisträger beim internationalen Orgelwettbewerb "Gaetano Callido" in Borca di Cadore/Belluno und beim "Kiwanis" Orgelwettbewerb in Zürich. Seit 2001 wirkt er als Kirchenmusiker an der Kirche St. Martin in Arbon. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren sein breites Konzertrepertoire.
    Duruflé - Requiem

    Datum: 21.03.2010, 18.00 Uhr
    St. Oswaldkirche Stockach

    Ausführende

    Adriane Kienzler (Mezzosopran)
    Maximilian Krummen (Bariton)
    Dieter Hubov (Orgel)
    Kammerchor Stockach
    Leitung: Sabine Schönberger

    Programm

    Requiem op. 9 von Maurice Duruflé, lateinischen Totenmesse für Mezzosopran und Bariton-Soli, gemischten Chor und Orgel. Das Werk entstand 1947 als Auftragsarbeit für den Musikverlag Durand & Cie.

    Prélude et fugue sur la nom d'Alain op. 7 - Maurice Duruflé, Orgel-Solo

    "Pie Jesu" aus dem Requiem von Gabriel Faure. Mit Abstand das beliebteste und bekannteste Stück aus dem requiem. Es besticht durch die Schlichtheit seiner Melodie und durch die Ökonomie in der Begleitung. Der Tonumfang der Melodie umfasst gerade einmal eine Oktave und einen Ton. Viele Kinderlieder haben einen größeren Ambitus. Die wiegenden Bewegungen des Gesanges haben etwas Archaisches, das an gregorianische Gesänge erinnert.